Auch die Texte beschäftigen sich mit Themen, die heute noch aktueller sind als 1972.

Wann kommt der Tag (Dretzke, Breuer, Sturm) 10'53
Wiegenlied (Breuer, Sturm) 11'18
Wenn die Menschen wie Tiere wären (Dretzke, Breuer, Sturm) 13'33
Epilog (Breuer, Ose, Sturm) 5'43

Die LP+CD wurde im Eigenverlag produziert. Die Erstauflage mit 500 Exemplaren der LP ist durchnummeriert (001/500 bis 500/500) und von Harald Bernhard, dem Gestalter des Covers, handsigniert.

Hier die Texte (Copyright: NECRONOMICON):
Wann kommt der Tag? (When comes the day?) (Dretzke, Breuer, Sturm)

Wann kommt der Tag,
an dem der Wind
kein grünes Blatt
auf der Welt findet?

Wann kommt der Tag,
an dem die Sonne
niemals mehr
am Horizont versinkt?

Wann kommt der Tag,
an dem die Welt
im Feuer lodert,
der Hass den Sieg erringt?

Wann kommt der Tag,
an dem wir Mitleid
nicht mehr spüren,
Kälte die Welt erfasst?

Wiegenlied (Lullaby) (Breuer, Sturm)

Schlafe schön du liebes Kind,
Werd` wie deine Eltern sind:
Ein bisschen neurotisch, ein bisschen verklemmt.
Ein bisschen hysterisch, ein bisschen gehemmt.
Schlafe schön du liebes Kind,
draußen weht ein kalter Wind.
Du wirst ihn bald spür`n und fürchterlich frier`n.
Brauchst nicht ängstlich zu sein;
denn es ist mehr Schein als Sein.

Wenn die Menschen wie Tiere wären (If humans were like animals) (Dretzke, Breuer, Sturm)

Ich träumte eines Nachts:
- Die Menschen würden wie Tiere sein,
und ich erkannte die Welt nicht mehr wieder! -

Wenn die Menschen wie Tiere wären,
würden sie Fluss und Meer sauber halten.
Keine Säuren, Quecksilber und Öle,
vergifteten mehr das Wasser,
und alle dürften es nutzen

- Menschen und Tiere.

Es gäbe nur noch große Ställe,
mit viel Platz und voller Stroh.
Die vielen Tierfabriken,
voller Leid in zu engen Käfigen,

- sind endlich weg.

In jedem Zirkus auf dieser Welt,
bringen nur noch bunte Clowns
und flinke Akrobaten
Kinder zum Lachen, nicht geplagte Tiere

- in ihrer Not.

Ich sehe schlanke Frauen, dezent geschminkt,
kein Tier hat dafür den Tod erleiden müssen.
Schals aus feiner Wolle lassen Nerze weiter leben

- weiter leben.

Ich sehe keine Füchse mehr,
die man in den Tod gehetzt hat.

Alle Jäger, alle Treiber sind nun verbannt,
Schrot, Kugel und Gewehr
sind fest verschlossen.

Und Regen fällt wieder auf das Land,
Wo Mensch und Tier einst verdurstet sind.

Das Eis der Pole ist nicht getaut, die Kälte siegt,
der weiße Bär wird sein Reich behalten.

Ich träume weiter meinen Traum, der niemals enden soll.
Die Denkmäler und Götter
werden herunter gerissen

- für immer.

Wenn die Menschen wie Tiere wären,
bräuchten sie keine falschen Wahrheiten zu erfinden,
verkündet von Propheten, auf einem Weg ins Verderben.

Verlogene Reden würden nicht mehr gehalten.
Schweigeminuten nicht mehr zelebriert.
Keine Menschen im irren Wahn, tötend
für eine Illusion, die sich nicht erfüllt.

Die Menschen würden laut verkünden:
Wir hassen nicht! Nur weil die Haut eine andere Farbe hat,
und weil er etwas anderes
denkt und sagt.

Der Traum ist vorbei, konnte ihn nicht mehr halten.
- Mir wird klar:
Tiere können ohne Menschen leben, sie brauchen uns nicht -
uns gar nicht.
Doch wir, wir könnten von ihnen lernen.
Und das jeden Tag, und das jeden Tag, und das jeden Tag auf’s neu`